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Was ist ein Sieb?
Das Sieb besteht aus einem leichten Aluminium- oder Holzrahmen, über den ein Gewebe gespannt ist. Dieses Gewebe besteht aus synthetischen Fasern (Nylon, Polyester) oder aus feinen Metallfäden, die unterschiedliche Gewebefeinheiten und Fadenstärken aufweisen.
Wozu benutzt man das Sieb?
Für den Siebdruck wird das Siebgewebe mit einer Schicht überzogen, die nach Trocknung lichtempfindlich ist. Das Druckmotiv wird mit Hilfe eines Films auf das Sieb “kopiert”: Das Motiv auf dem Film muss die Originalgröße des Druckes haben. Das Sieb wird nun zusammen mit dem Film einer starken Lichtquelle ausgesetzt. Der Film besteht aus tiefschwarzen Motivteilen, während alles andere durchsichtig ist. Das Licht, das durch den Film auf das lichtempfindliche Siebgewebe fällt, setzt an den unbedeckten Stellen des Siebs einen chemischen Prozess in Gang, der diese Stellen härtet, das heißt wasserfest macht. Die durch das Schwarz des Films abgedeckten Stellen des Siebes bleiben wasserlöslich und nach Entfernen mit einem scharfen Wasserstrahl an diesen Stellen farbdurchlässig.
Für jede Druckfarbe wiederholt sich dieser Vorgang, denn pro Farbe und Motiv werden ein Film und ein Sieb benötigt.
Was braucht man noch zum Drucken?
Rakel - Mit einer sogenannten Rakel wird die Druckfarbe im Sieb verteilt und durch die offenen Maschen des Gewebes auf den Bedruckstoff gepresst.
Farben - Eine Besonderheit aller Siebdruckfarben ist ihr hoher Anteil an Pigmenten. Deshalb sind Siebdrucke brillianter und farbintensiver als Drucke mit anderen Verfahren.
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